Was Dich nicht glücklich macht, kann weg. Wie umsetzbar ist das denn? Und wer entscheidet alles mit?

Das tönt einleuchtend, oder? Aber so wirklich einfach ist das nicht. Zu viel Aufwand, keine Zeit, zu riskant, zu teuer. Und dann neigen wir gerne noch dazu, das Glück auf später zu verschieben. Das hilft dann auch nicht weiter. Und doch bin ich völlig überzeugt von diesem Leitsatz.

Was uns nicht glücklich macht, kann/soll weg. Jawohl!

Ich bin überzeugt davon. Aber bis es dazu kommt, ist mancher Weg lang und hängt wohl in den allermeisten Fällen auch von involvierten Personen ab. Damit sind vor allem Partner, Familie, Eltern, Freunde, aber auch Chefs und Arbeits-Gspàhnlis gemeint.




Eines erscheint mir sehr wichtig. In allen möglichen Beziehungen treffen Individuen aufeinander. Und weder in Ehen, noch in innigen Freundschaften noch innerhalb Familien geht es darum, gleich zu sein und gleich zu ticken. Aus meiner Sicht geht es um die individuelle Freiheit, sich selbst zu sein. In meinem Fall heisst das: Ich sein, Ehefrau, Mami, Tochter, Freundin und Business-Frau sein (2 eigene Firmen + angestellt). Das sind 8 verschiedene Rollen. Hey und das zu vereinbaren ist gar nicht so einfach.


Wo fängt denn nun die Freiheit an, zu entscheiden, was weg soll und was nicht? Ich glaube: Entscheiden, was weg soll, müssen wir für uns ganz persönlich und alleine. Das ist darum so wichtig,, um mit dem neuen Weg jemals Frieden zu schliessen. Aber es sind natürlich Ehemänner, Ehefrauen, Partner, Eltern, eventuell auch vorhandene Kinder und Cheffinnen und Capos involviert. Die Reihenfolge ist übrigens überhaupt nicht wertend.


Und der Fakt ist knallhart. Eine Person reicht, um einen Entschluss zu fällen, der auch auf andere grossen Einfluss hat. Theoretisch tönt das jetzt einfach, im tatsächlichen Leben ist es vielfach sehr schwierig. Praktisch jede Veränderung bringt Verletzungen mit sich. Verletzungen für uns, praktisch immer für andere, eigentlich immer für beide.


Wieso schieben wir Träume in die Zukunft? "Was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf Morgen." Hand auf s'Herz. Das kommt eher bei unangenehmen Sachen zum Tragen. Wünsche hingegen schieben wir gerne in die Zukunft. Warum nur?


Warum ertragen wir im Jetzt das Unglück und und verschieben das (vermeintliche) Glück auf später? Vielleicht verpassen wir so den Zeitpunkt und unser Leben geht vorbei, ohne dass wir ein B&B in Südafrika eröffnet haben, ohne Grönland-Expedition und ohne dass wir ein Buch geschrieben haben. Im schlechtesten Fall haben wir auf Wünsche verzichtet und das effektive Leben nicht einmal richtig gespürt.


Das Leben will gelebt werden. Jeder Tag ist kostbar. Ich glaube, dass das Leben bewusster und schöner wird, sobald wir unsere Lebenszeit als Kostbarkeit betrachten.

Dann erscheint es doch plötzlich nicht mehr absurd, jetzt etwas zu verändern und nicht noch 20 Jahre auszuharren, um dann hoffentlich glückliche Jahre als Pensionär zu geniessen. Mit dem Gedanken, dass unsere Zeit beschränkt ist, ist es leichter, Dinge zu erkennen, die uns wirklich wichtig sind. Und es gelingt einfacher, zu erkennen, was wir ohne Verlust weglassen können.


Beim Warten auf den perfekten Moment kann es durchaus sein, dass wir diesen verpassen oder erst später realisieren, dass er perfekt gewesen wäre. Loslassen ist hier meine Empfehlung. Auf das Gefühl hören, anstatt dem vermeintlich richtigen Moment hinterherjagen. Wenn die Zeit einen Rahmen kriegt, lernt man, die Momente im Jetzt zu geniessen. Jeder schöne Moment mit unseren Kindern, der Familie oder lieben Freunden ist wichtiger als alle Erledigungen und Pflichten. Klar, die müssen manch